pageturner_mb@bookwyrm.de reviewed Sladostrašće by Asja Bakić
Leckermäulchen: Böse spekulative Kurzgeschichten von Asja Bakić
5 stars
Die spekulativen Kurzgeschichten der in Bosnien geborenen in Kroatien lebenden Asja Bakić funktionieren oft ähnlich einer besseren Episode von "Black Mirror". n einer brutalen Steigerungslogik, die ihren Protagonistinnen langsam die Luft abschnürt - ob sie nun in einer ökologisch verheerten Zukunft oder einer mythisch überformten nahen Vergangenheit spielen, oder einem archaischen Jugoslawien der Kindheit, oder einem Postsozialistischen der Jugend. Eine interessante Mischung, welche schon Bakićs ersten Sammelband "Mars" ausmachte. Von einer vergleichbaren Lust am absurden durchdrungen, sind die Stories von "Sladostrašće" (was für ein tolles schmatzleckeres wort btw.) etwas fieser und existentieller am Abgrund balancierend, haben aber auch oft schnodderpunkigen Humor. Was sie dann doch deutlich von den meisten Black Mirror Folgen unterscheidet. Dadurch werden die fiesen Dinge, die hier manchmal passieren etwas weniger deprimierend. Die ultimative Menschen- und Frauenfeindlichkeit der hyperbeschleunigten oder meta-archaischen Vergangenheit-, Gegenwarts- und Zukunfts-Gesellschaften darf nicht immer gewinnen. Manchmal genügt ein Anrempeln, manchmal ein Stinkefinger Richtung …
Die spekulativen Kurzgeschichten der in Bosnien geborenen in Kroatien lebenden Asja Bakić funktionieren oft ähnlich einer besseren Episode von "Black Mirror". n einer brutalen Steigerungslogik, die ihren Protagonistinnen langsam die Luft abschnürt - ob sie nun in einer ökologisch verheerten Zukunft oder einer mythisch überformten nahen Vergangenheit spielen, oder einem archaischen Jugoslawien der Kindheit, oder einem Postsozialistischen der Jugend. Eine interessante Mischung, welche schon Bakićs ersten Sammelband "Mars" ausmachte. Von einer vergleichbaren Lust am absurden durchdrungen, sind die Stories von "Sladostrašće" (was für ein tolles schmatzleckeres wort btw.) etwas fieser und existentieller am Abgrund balancierend, haben aber auch oft schnodderpunkigen Humor. Was sie dann doch deutlich von den meisten Black Mirror Folgen unterscheidet. Dadurch werden die fiesen Dinge, die hier manchmal passieren etwas weniger deprimierend. Die ultimative Menschen- und Frauenfeindlichkeit der hyperbeschleunigten oder meta-archaischen Vergangenheit-, Gegenwarts- und Zukunfts-Gesellschaften darf nicht immer gewinnen. Manchmal genügt ein Anrempeln, manchmal ein Stinkefinger Richtung Boshaftigkeit.